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Allianz-Aktionäre müssen jetzt ganz tapfer sein!

30. September 2011, 15:59 Uhr

Freie Analysen

Die Allianz-Aktie konnte innerhalb der letzten Handelstage einen schönen Rebound zeigen. Der Kurs stieg bis gestern auf 72,95 EUR und damit um über 30 % seit dem 23. September. Das sieht doch gut aus. Nach dem Crash im August und September war die Allianz doch dermaßen “überverkauft”, dass man hier einfach zugreifen musste. Oder?

Kurzfristig mag das richtig sein. Die Aktie war so ausgebomt, dass eine entsprechende Gegenbewegung fällig war. Doch mittelfristig bin ich noch nicht davon überzeugt, dass der vermeintliche Boden bei 56/56,50 EUR tatsächlich als solcher zu interpretieren ist. Allianz-Aktionäre müssen jetzt sehr tapfer sein … auch wenn sie ja eigentlich  – bedingt durch die extremen Kursschwankungen der letzten 10 Jahre – leiderprobt sind. Ich gehe nämlich davon aus, dass der Kurs noch einmal um weitere 30 % einbrechen wird, eher man hier mittel- und langfristig ein echtes  Schnäppchen machen kann.

Bei einem veranschlagten Kursrutsch von 30 % vom aktuellen Niveau aus, landen wir bei etwa 49 EUR. Der folgende langfristige Monats-Chart gibt uns Aufschluss darüber, warum der Kurs ausgerechnet dort noch einmal hin “muss” und warum sich dort bald – vermutlich noch in diesem Jahr – eine exzellente Kaufchance bietet.

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Ausgehend von den markanten Tiefs im März 2003, Oktober/November 2008, Februar sowie März 2009, verläuft dort “unten” eine markante Unterstützungslinie. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn diese nicht halten würde. Aktuell verläuft diese Linie übrigens bei genau 47,15 EUR.

Wo eine Unterstützung, da auch ein Widerstand. So auch in diesem Fall. Der Widerstand entspricht bei der Allianz zugleich dem langfristigen Abwärtstrend. Dieser definiert sich durch die Hochs April 2000, Juni 2007 und Mai 2001.

Der Widerstand und die Unterstützung bilden zusammen nun ein riesiges Dreieck. Dieses Dreieck werte ich im laaaaangfristigen Zeitfenster positiv. Denn es verspricht das Ende der seit 11 Jahren andauernden Baisse-Phase bei der Allianz. Noch ist dieses Szenario allerdings nicht spruchreif! Dazu müssen vorab erst folgende Punkte abgearbeitet werden:

1. Die Unterstützungslinie muss halten und verteidigt werden

2. Im Bereich der Unterstützungslinie zwischen 47 und 50 EUR muss sich ein Pullback abzeichnen.

3. Dieser Pullback muss die Kurse zurück an die Widerstandslinie (75 bis 80 EUR) heranführen.

4. Um ein langfristiges Kaufsignal auszulösen, bedarf es dann dem Ausbruch aus dem Dreieck bei zeitgleichem Ausbruch über den Abwärtstrend.

Fazit: Wenn Sie nicht zu den Zockern gehören, die jeden Zacken mitnehmen wollen und wenn Sie kein Allianz-Aktionär sind, die ja naturgemäß voreingenommen sind und damit immer Kaufkurse sehen, dann sollten Sie jetzt abwarten, bis sich die Allianz der beschriebenen Unterstützungslinie nähert und dort zuschlagen.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier derzeit nicht investiert.

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Viele Grüße und Ihnen ein schönes Wochenende

Ihr Robert Schröder

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