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DAX – Es wird schlimmer, bevor es besser wird.

03. Oktober 2011, 10:05 Uhr

Freie Analysen

Das zurückliegende 3. Quartal 2011 fiel für den DAX – salopp gesagt – beschi … n aus. Genau 25,41 % verlor des deutschen Börsianers liebstes Kind seit Anfang Juli. Hätte es die Gegenbewegung ab dem 23. September ausgehend von der 5.000er Marke nicht gegeben, sähe die Bilanz nach verheerender aus. So bleiben wir bei einem Punkte-Verlust von “nur” 1.874. Nach den grottenschlechten Monaten August und September kann es ja eigentlich nur besser werden. Wie stehen denn jetzt die Chancen einer größeren Rally Richtung 6.000 Punkte? Immerhin wurde ja die psychologisch wichtige Marke von 5.000 Punkten im September schon zwei Mal verteidigt.


Kennen Sie den Spruch “Es wird schlimmer, bevor es besser wird.”? Obama hatte diesen Satz beispielsweise vor seinem Amtsantritt im Dezember 2008 gesagt. Damals ging es um die lahmende US-Konjunktur, die zuerst weiter einbrechen und sich dann spürbar erholen würde/sollte. Dass sich die US-Wirtschaft bis heute nicht wirklich substanziell erholt hat, steht zwar auf einem anderen Papier und soll hier nicht Thema sein. Aber Obamas Satz trifft auch den Kern der aktuellen DAX-Verfassung ganz gut.

Schauen wir uns zuerst einmal den langfristigen Monats-Chart an. Diesen hatte ich ihn zuletzt am 18. August im Zusammenhang mit der Analyse “DAX Big Picture – Crash? Rally? Beides?” gezeigt. Lesen Sie dort bitte noch einmal nach, um zu verstehen, worum es im Folgenden geht.

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Fazit dieser Analyse, war dass der DAX erst bei 4.500/4.400 einen belastbaren Boden finden wird, von dem aus eine nachhaltige und längere Rally starten würde. Weiter hatte ich aber auch geschrieben, dass es vorab eine Korrektur auf ca. 6.000 geben wird. Wo bleibt nun diese Bewegung? Kommt sie noch oder kommt sie nicht?

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Sie werden es nicht glauben, aber die Korrektur – auf die viele Marktteilnehmer einschließlich mir bisher vergeblich gewartet haben – liegt schon hinter uns! Nach Elliott Wave entsprach das volatile Auf und Ab im Zeitraum vom 9. August bis zum 29. September (WXY = B/X) genau dieser Gegenbewegung. Sie fiel nur äußerst schwach aus und ließ den FDAX im folgenden Stunden-Chart wochenlang seitwärts laufen.

Aber auch Seitwärtsphasen können, wenn sie lang genug dauern, einer Korrektur entsprechen. Es muss nicht immer der idealtypische Bounce bzw. die ausgeprägte Bärenmarktrally sein. Ein ausgedehntes Seitwärtsgeplänkel tut’s, wie gesagt, auch.

Nach Elliott Wave treten Seitwärtsbewegungen nur in einer Welle B, X oder Y sowie einer Welle 4 auf. Welle 4 und Y kann ich klar ausschließen. Bleibt also nur noch die B & X. Da sich diese beiden Wellen zum Teil sehr ähnlich sind und eine Unterscheidung äußerst schwierig ist, lasse ich einfach beide Wellennamen stehen. Zum jetzigen Zeitpunkt spielt die “richtige” Bezeichnung eh keine Rolle.

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Was ich damit sagen will: Das war’s mit der Korrektur. Mehr kommt da höchstwahrscheinlich nicht mehr. Es sei denn, der FDAX überwindet die Marke von 5.700 nachhaltig. Nur dann könnte ich mir auch 6.000 Punkte vorstellen. Danach sieht es aber derzeit und mit dem heutigen Handelsstart absolut nicht aus. Der FDAX zeigt nämlich ab dem Hoch in der letzten Handelswoche (5.715,50) schon impulsive Züge gen Süden, die darauf hindeuten, dass das nächste Kursziel eher bei 5.000 statt bei 6.000 zu suchen ist.

Im Rahmen der Welle C/Y von E ist nun ein erneuter Test der 5.000er Marke sehr wahrscheinlich. Darüber hinaus geht es anschließend wohl noch eine Etage tiefer. Entsprechend der im Monats-Charts verlaufenden langfristigen Unterstützung, rechnen Sie bitte im Oktober mit Kursen zwischen 4.500 und 4.400. Erst dort in diesem Bereich lohnt sich dann genauer hinzusehen und auf einen größeren und nachhaltigen Pullback zu setzen.

Fazit: Auch das 4. Quartal fängt  so an wie das 3. aufgehört hat. Getreu Obamas Spruch, müssen wir beim DAX aber erst noch deutlich tiefere Kurse bzw. einen richtigen Ausverkauf verdauen, bevor an eine Trendwende überhaupt zu denken ist.

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Viele Grüße aus Berlin und Ihnen einen erholsamen Feiertag

Ihr Robert Schröder

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