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Nikkei – Startet jetzt auch in Japan eine Rally?

07. November 2010, 16:13 Uhr

Freie Analysen

Liebe Leser,

die Börsen weltweit befinden sich in diesen Wochen im Rallymodus. Der DAX steig auf ein Jahreshoch. Der Dow Jones notiert auf einem Jahreshoch. Ebenso der Hang Seng und der Nikkei.
Moment! Der Nikkei auf Jahreshoch? Der Nikkei ist aktuell weit entfernt von irgendwelchen Hochs. Mit dem Schlusskurs von 9.625 am 05. Oktober stieg der japanische Leitindex lediglich auf den höchsten Stand seit dem 7. Oktober dieses Jahres. Die Underperformance des Nikkei gegenüber den genannten Indizes seit April 2010 wird mit dem folgendem Vergleich deutlich.

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Mindestens 10 % müsste der Nikkei jetzt aus dem Stand steigen, um an die Entwicklung des Hang Seng anzuknüpfen. Beim DAX sind es sogar über 20 %! Ein fast aussichtsloses Unterfangen. Folgende vier Gründe sprechen aber meiner Meinung nach dafür, dass der Nikkei jetzt zumindest zu einer größeren Aufholjagd ansetzen wird:

1. Mit den Tiefs im Juli 9.092 und im September mit 8.796 sowie mit dem Tief am 2. November bei 9.124 hat sich eine inverse S-K-S (Kopf-Schulter-Kopf) Formation gebildet.  Eine inverse S-K-S ist ein Trendwendemuster der klassischen Charttechnik und kündigt das Ende eines Bärenmarktes an. Bezogen auf den Nikkei lief der Bärenmarkt im Tages-Chart ab 11.400 im April 2010.

2. Der Nikkei konnte sich Mitte September aus einem fallenden Keil befreien. Fallende Keile sind i.d.R. bullisch zu interpretieren.

3. Dieser Keil wiederrum ist nach Elliott Wave einer 5teiligen Welle c zuzuordnen. In Kombination mit dem Jahreshoch im April und dem Zwischentief im November 2009 hat sich hier ein Expanded Flat als großes Korrekturmuster innerhalb der seit Ende August 2009 laufenden Welle X gebildet. Ein Expanded Flat ist eine Konsolidierung innerhalb einer Trendbewegung. In diesem Fall zeigt beim Nikkei der Trend seit März 2009 aufwärts.

4. Diese Aufwärtsbewegung lässt sich charttechnisch durch einen Trendkanal einrahmen. Hier gilt: Solange sich der Nikkei innerhalb dieses Trendkanals aufhält, ist die Aufwärtsbewegung in takt.

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Diese vier beschriebenen Punkte lassen mich zu der Schlussfolgerung kommen, dass der Nikkei von vielen Börsianern – eben aufgrund seiner Underperformance der letzten Monate – jetzt langsam wieder entdeckt werden wird. Hält die rechte Schulter (9.124) der beschriebenen inverse S-K-S und kann die graue Widerstandslinie überwunden werden, so lauten die nächsten Kursziele für die kommenden Monate bis ins Jahr 2011 hinein im  Rahmen der Welle Y 10.240, 11.400 und 12.500.

Fazit: Wer die Rally bei DAX und Co bisher verpasst hat und derzeit keinen Einstieg findet, weil die Kurse ohne nennenswerte Korrektur schlicht und einfach davonlaufen, der ist mit dem Nikkei gut bedient. Zwar bin ich mir nicht, ob er die verlorene relative Performance gegenüber DAX, Dow Jones und Hang Seng in absehbarer Zeit vollständig ausgleichen kann. Zumindest sehe ich jedoch unter chart- und wellentechnischen Gesichtspunkten ein nicht unerhebliches Aufwärtspotential von 6 bzw. 18 und sogar 29 %.

Wer den Nikkei handelt, der sollte auch immer einen Blick auf den Yen werfen. Aus diesem Grund werde ich Ihnen im Laufe der kommenden Woche meine Sicht der Dinge zum Währungspaar EUR/JPY aufzeigen.

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Viele Grüße und Ihnen einen schönen Restsonntag.

Ihr Robert Schröder

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Chefredakteur von WavesWeekly

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