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Mehr Schein als Sein? Am Besten beides!

15. Mai 2019, 13:30 Uhr Anzeige

Freie Analysen

Wer die globalen Finanzmärkte beobachtet, der wird schon öfter festgestellt haben, dass nicht alles, was gut aussieht, auch wirklich gehaltvoll ist. Es geschieht sogar ziemlich oft, dass Unternehmen oder andere Investitionsgelegenheiten in den leuchtendsten Farben dargestellt werden, doch bei genauerem Hinsehen ist es dann oft doch nur alter Wein in neuen Schläuchen, wie es im Volksmund heißt. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht für sich selbst etwas Werbung machen sollte, wenn man wirklich etwas anzubieten hat. Im Gegenteile: Eine überzeugende Außendarstellung ist einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zum Erfolg. Das gilt sowohl für die ganz großen Namen wie auch für Startups und kleine Unternehmen mit großen Ideen.

Mit Farben und Formen Eindruck machen

Viele Unternehmen bedienen sich einer Bildsprache, die ihre Wirkung in erster Linie unterbewusst entfaltet. Die Rede ist von Unternehmenslogos, die nur scheinbar zufällig oder rein nostalgisch sind. Zwar haben tatsächlich viele heute verwendete Markenzeichen einen historischen Ursprung, doch auch diese sind im Laufe der Zeit oft kaum merkbar angepasst worden. Solche Anpassungen geschehen, weil Logos eine Wirkung auf den Betrachter haben sollen. Sie symbolisieren zum Beispiel Dynamik oder Traditionsbewusstsein, Zuverlässigkeit oder Innovationsfreude. Dabei machen sich die Logos die Tatsache zu Nutzen, dass bestimmte Formen oder Farben beim Menschen Assoziationen auslösen. Wir Konsumenten nehmen die Logos kaum wahr, höchstens als Erkennungszeichen einer Marke, doch tatsächlich beschäftigen sich ganze Heerscharen von Kommunikationsexperten, Grafikern und Designern damit, einem Firmenzeichen genau die gewünschte Symbolik zuzuordnen. Wer nur ein kleineres Unternehmen betreibt oder einfach nur dem eigenen Angebot ein durchgängiges Symbol zur Identifizierung zuordnen möchte, findet online auch Logo Maker, mit denen man selbst experimentieren und kreativ werden kann.

Was steckt dahinter?

Wie bei allen Dingen im Leben lohnt es sich also, genau hinzuschauen. Vertrauen wir auf ein Angebot nur deshalb, weil das Logo des Unternehmens so bekannt ist? Oder ordnen wir einer Ware bestimmte Attribute zu, weil uns das Design des Anbieters und seine Bildsprache dazu verleiten? Das Phänomen der schönen Hülle lässt sich besonders gut bei Elektronikprodukten beobachten. Wer sich im Elektronikmarkt mal die Markenprodukte ansieht, entdeckt eine weitgehend einheitliche Designsprache und sogar die Unternehmenslogos sind sich teilweise frappierend ähnlich. Die Farbe Silber taucht sehr oft auf. Sie sorgt für einen edel wirkenden Touch, steht für eine gewisse Wertigkeit, gleichzeitig aber auch für eine jüngere, agilere Wirkung als beispielsweise Gold. Die Schriftzüge bestehen oft aus Großbuchstaben, die Schriftart zeigt klare Linien und recht breite Buchstaben, die stolz und kraftvoll erscheinen. Eine verschnörkelte Schrift wird man in diesem Umfeld vergeblich suchen. Dem Betrachter wird mit dieser Auswahl an Logos und Schriftzügen suggeriert, dass es sich hier um hochwertige, moderne, zukunftsorientierte, dynamische Produkte handelt, die man mit Stolz zur Schau stellen kann. Die Preispolitik der Markenhersteller ergänzt diesen Eindruck, zu günstig darf es mit einer solchen Markenaussage natürlich nicht sein. Doch ist die Ware diese erhöhten Preise wirklich wert? Oder werden wir nur von den Marketing- und Designabteilungen der Hersteller dazu verführt, genau das zu glauben? Tatsächlich haben Vergleichstests schon mehr als einmal gezeigt, dass No-Name-Produkte genauso gut sein können – die wiederum oft sogar ganz ohne Unternehmenslogo auskommen.

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