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Der DAX bricht aus! Wo liegen jetzt die Kursziele?

20. Oktober 2010, 21:24 Uhr

Freie Analysen

Nachdem der DAX in der zurückliegenden Woche auf neue Jahreshochs ausgebrochen ist, möchte ich Ihnen an dieser Stelle zeigen, wohin es den DAX jetzt verschlagen kann und wo mögliche Kursziele zu suchen sind. Meine Hauptargumente sind auch in dieser zweiten Analyse auf Wirtschafsfacts.de nicht die Fundamentaldaten, sondern die Charttechnik und insbesondere die Elliott-Wellen-Theorie.

Seit April hat der DAX die deutsche Anlegerschaft auf die Folter gespannt: Wohin wird sich die Seitwärtsbewegung auflösen? Die Frage wurde in der letzten Woche beantwortet. Ohne viel Gegenwehr hat der Deutsche Leitindex einen Widerstand nach dem anderen pulverisiert.

Charttechnisch bewegt sich der DAX seit März 2009 in einer stabilen Aufwärtsbewegung. Diese wird durch einen steigenden Trendkanal eingerahmt und geführt. Hier gilt: solange dieser Trendkanal in takt ist und die Kurse nicht signifikant außerhalb dieses Bereichs – als der unteren Trendkanallinie – notieren, sind Dax-Aktien das Mittel der Wahl. Im Tages-Chart (eine Kerze = 1 Tag) ist deutlich zu erkennen, dass sich seit Jahresbeginn ein Dreieck gebildet hat, welches durch eine diagonale Unterstützung und einen horizontalen Widerstand definiert wurde. Ein Dreieck ist eine sichereres Zeichen für eine ausgeprägte Konsolidierung in einem Trend.

Nach Elliott Wave ist dieses Dreieck im Tages-Chart einer Korrekturwelle B/X zuzuordnen, die sich nach der Aufwärtswelle A/W vom März 2009 bis April 2010 anschloss. Sie federt damit gewisser Maßen den schnellen und impulsiven Anstieg von 3.700 auf 6.300 Punkte ab. Innerhalb dieser Konsolidierung kann der DAX neue Kraft sammeln und die vorangegangene Aufwärtswelle “verdauen”. Nach dem Ausbruch aus dem Dreieck ist die Aufwärtswelle C/X gestartet. Sie ist seit Ende August für den schnellen Anstieg über die 6.500er Marke verantwortlich.

Die nächsten Kursziele sind jetzt fast schon vorgezeichnet. Welle C/Y wird den DAX bis zum Jahresende auf über 7.000 Punkte schieben. Nur an den Widerständen bei ca. 6.600 und 7.200 Punkten könnte es zu einer nennenswerten Korrektur kommen.

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Im langfristigen Zeitfenster – im Monats-Chart (eine Kerze = 1 Monat) – sind die drei Wellen A/W, B/X und C/Y Teil einer größeren Chartformation. Sie bilden zusammen die Teilwelle D eines riesigen Dreiecks, welches sich jetzt schon über eine ganze Dekade erstreckt. Die 8.000er Marke bildet ab dem Jahr 2000 und ab dem Hoch der Teilwelle B einen klaren Widerstand. Unterstützend wirkt hingegen der Bereich zwischen 6.000 und 5.500 Punkten durch die Verbindungslinie der Welle A und C. Der DAX befindet sich jetzt mit dem beschriebenen Ausbruch aus dem Dreieck auf dem Weg im Rahmen der Welle C/Y von D in Richtung der Widerstandlinie.

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8.000 Punkte beim DAX? Die Finanzkrise ist doch noch längst nicht vorbei und das wirtschaftliche Umfeld ist momentan auch nicht das beste.

Mag sein. Doch  die menschliche Psychologie bestimmt zu über 90 % die Kurse an den Börsen! Die Psychologie hinter dem 8.000 Punkte Kursziel könnte sich wie folgt darstellen:

Der charttechnische Ausbruch ist da aber nur wenige glauben daran. Die Mehrzahl der Marktteilnehmer traut dem Braten – unter Berücksichtigung des fundamentalen Umfeldes – nicht und wertet das aktuelle Niveau als Fehlausbruch, als Abschlussmuster oder sogar als eine Bullenfalle. Dementsprechend investieren die Skeptiker nicht und bleiben “flat”. Wenn nun die Kurse immer weiter steigen, geraten diejenigen, die noch nicht investiert in Zugzwang. Ab einem gewissen Punkt steigen dann auch die Skeptiker ein. Diese Neueinsteiger feuern die Rally schließlich zusätzlich an.

Viele Grüße aus Berlin

Ihr Robert Schröder

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