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DAX Big Picture – Crash? Rally? Beides?

18. August 2011, 15:24 Uhr

Freie Analysen

Lieber Leser,

der jüngste Kursrutsch beim DAX hatte historische Ausmaße. Noch nie ist der deutsche Leitindex so schnell in so kurzer Zeit gefallen. Es stellt sich mit diesem 2.000-Punkte-Einbruch jetzt natürlich die berechtigte Frage, welche Auswirkungen das auf den langfristigen DAX-Chart hat. Sehen wir momentan den Start einer großen Baisse oder sahen wir nur eine zackige Korrektur innerhalb eines intakten Bullenmarktes?

Ursprünglich bin ich bei meinem Big Picture zum DAX, welches ich zuletzt am 20. Oktober 2010 mit “Der DAX bricht aus! Wo liegen jetzt die Kursziele?” veröffentlicht habe, von einem direkten Test der 8.000er Marke und anschließend von Kursen unter 6.000 ausgegangen. Daraus wurde ja nun bekanntlich nichts. Um 400 Punkte wurde das obere Ziel verfehlt. Dazu noch einmal der entsprechende Monats-Charts aus dieser Analyse:

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Damals und heute war und bin ich der Meinung, dass sich der DAX seit dem Jahre 2000 in einem riesigen komplexen Konsoldierungsmuster in Form eines sich zusammenziehenden Dreiecks (Contracting Trinagle) befindet.  Das Jahreshoch im Mai mit 7.600 entspricht der Teilwelle D dieses Dreiecks. Das knappe Allzeithoch aus dem Sommer 2007 kann der Welle B zugeordnet werden. Das “Finanzkrisen-Tief” 2009 ist nichts anderes als die C-Wellen innerhalb dieser Zählung. Zu guter Letzt kann man beim “Internetblasen-Crash-Tief” ein A dransetzen.

Ich bin mir bewusst, dass diese Welleninterpretation die Waver-Welt spalten wird und sich einige die Haare raufen werden … “Wie kann er nur … ” … Der Knackpunkt daran ist sicher die Welle C. Die einen zählen sie als komplexes Korrekturmuster. Die anderen als klassischen Abwärtsimpuls. Da es aber dort einige Ungereimtheiten hinsichtlich eines sauberen Abwärtsfünfers gibt, habe ich mich für ein Korrekturmuster entschieden, welches wiederrum auch gut ins Bild des Dreiecks passt.

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Da sich die Welle D also nach unten verschoben hat, befindet sich der DAX also nun schon in der Welle E und damit in den letzten Zügen des beschriebenen Dreiecks. Der erste Teil von E ist aktuell schon fast vorbei. Das Gröbste liegt zumindest hinter uns. Die Bullen werden zwar noch einmal mächtig ins Schwitzen kommen, doch ab etwa 5.300/5.200 sehe ich Chancen auf eine größere mehrwöchige Korrekturbewegung. Wie weit? Vielleicht bis 6.500. Vielleicht auch nur 6.000. Das lässt sich heute noch schwer schätzen.

Sicher ist aber, dass es nach dieser Gegenbewegung einen weiteren Einbruch geben wird, der dann den DAX direkt an die Trendlinie von Welle A über die Welle C, die gleichzeitig als langfristige Unterstützung dient, heranführen wird. Mit 5.000 Punkten ist hier etwa zu rechnen. Vielleicht gibt es auch ein Fehlsignal und der Trend wird kurzzeitig sogar unterschritten. Wundern würde es mich an diesem neuralgischen Punkt zumindest nicht. Dann käme kurzzeitig so richtig Panik auf, was dann wiederrum ein hervorragendes Signal zum Einstieg wäre. Denn nach Abschluss des Dreiecks stünde dem DAX nämlich wieder eine große Hausse ins Haus, mit der im ersten Schritt die Rückeroberung der 8.000er Marke kein Problem wäre.

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Viele Grüße aus Berlin

Ihr Robert Schröder

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