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Aurelius: Chance des Jahres oder Griff ins fallende Messer?

06. April 2017, 13:48 Uhr

Freie Analysen

Die Münchener Beteiligungsgesellschaft Aurelius Equity erlebte in der letzten Woche einen regelrechten Crash und verlor zeitweise über 50 Prozent. Grund dafür war wohl laut Medienberichten eine sogenannte Short-Attacke des Hedgefonds Gotham City. Jetzt wittern natürlich Schnäppchen-Jäger ihre Chance und hoffen auf einen starken Turnaround. Zumal auch diverse Großbanken ihre Kursziele nach dem Kurseinbruch bislang nicht verändert haben. Oddo Seydler hat Aurelius z.B. auf “Buy” belassen und sieht 73 EUR als Kursziel. Die Commerzbank setzt noch einen drauf und nennt 82 EUR. Doch wie realistisch sind diese Kursziele jetzt noch? Und was Anleger in diesem Zusammenhang von Nordex lernen können …

AURELIUS Equity Opp.SE&Co.KGaA Inhaber-Aktien o.N. – ISIN: DE000A0JK2A8 – Börse: XETRA – Symbol: AR4 – Währung: EUR

Vergessen Sie die Kursziele der Großbanken!

Das Ganze erinnert etwas an Nordex. Hier hatte ja Goldman Sachs auch lange nach dem Kursrutsch von Nordex an den berühmten 44 EUR festgehalten. Zeitweise hätte sich der Kurs verdoppeln müssen, um dieses Niveau zu erreichen. Nachdem dann Goldman Sachs lange nichts von sich hören lassen hat, wurde dann das Kursziel von Nordex klammheimlich gesenkt. Erst gestern hatte Goldman Sachs übrigens das Kursziel von Nordex auf 14 EUR definiert bzw. “angehoben” … Nordex steht aktuell bei knapp über 13 EUR …

Analysten-Häuser in Schockstarre

Die Bankhäuser befinden sich in Bezug auf Aurelius, ähnlich wie bei Nordex, aktuell sich in einer Art Schockstarre. Niemand wagt sich aus der Deckung. Niemand möchte sich die Blöße geben. Daher wird an den Kurszielen, die vor dem Crash definiert wurden, stur festgehalten.

Es wird vielleicht noch ein paar Wochen dauern, bis Commerzbank & Co. realisiert haben, was hier eigentlich passiert ist und wie sich das auf ihr Bewertungsmodell auswirkt. Doch die Kursziele werden auch bei Aurelius sukzessive nach unten angepasst werden. Verlassen Sie sich drauf. So weit, dass sie sich irgendwann kaum von dem dann aktuellen Kurs abheben werden. Wer also glaubt, Aurelius könne in diesem Leben jemals wieder an die alten Hochs anknüpfen oder über 70 oder gar 80 EUR steigen, nur zu …

Größere Gegenbewegung möglich

Kurzfristig besteht allerdings durchaus die Chance auf eine größere Kurserholung. Dafür bieten sich die “üblichen Verdächtigen”, also das 38er, 50er und 62er Retracememt zwischen ca. 47 und 55 EUR an.

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Langfristig K.O.!

Im langfristigen Chartbild gibt es allerdings nichts zu beschönigen. Der Trend ist hier eindeutig kaputt. Eine Kurshalbierung ist kein Pappenstiel. Besonders dann nicht, wenn der Crash aus einem steigenden Keil heraus erfolgt ist, der in der Regel als das Trendwechsel-Muster/Signal schlechthin bekannt ist.

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Nach der Erholung auf bis zu 55 EUR, steigt das Risiko wieder dramatisch, dass Aurelius einen weiteren Crash hinlegt und dann sogar auf unter 30 EUR abdriftet.

Fazit: Kurzfristig hui, mittel- und langfristig pfui. Zocker werden in den kommenden Wochen sicher ihre Freude haben, doch für Anleger gilt: Hände weg.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier derzeit nicht investiert.

Die bereitgestellten Informationen spiegeln lediglich die persönliche Meinung des Autors wider, stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zu Wertpapiergeschäften dar und können eine individuelle anleger- und anlagengerechte Beratung nicht ersetzen.

Viele Grüße,

Ihr Robert Schröder

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