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DAX: Diese 3 Fehler sollten Sie im aktuellen Börsenumfeld vermeiden!

06. Januar 2019, 18:52 Uhr

Freie Analysen

Das Börsenjahr 2018 fing gut an und endete in einem Desaster. Genau 18,26 Prozent hat der Deutsche Aktienindex in den letzten 12 Monaten verloren. Größer fiel das Jahresminus zuletzt lediglich im Jahr 2008 aus. Einzig Dauer-Pessimisten und Permabären, die seit Jahren den großen Crash herbeireden, haben es natürlich kommen sehen und sehen selbstredend weiteres Abwärtspotenzial. 1929 lässt grüßen! Besonders die FED machte den Anlegern einen Strich durch die Rechnung, als sie die Zinsen im Dezember erneut anhob. Folgende 3 grobe Fehler sollten Anleger jetzt in der aktuellen Börsenphase dringend vermeiden!

Nur auf die Charts/Kurse ab 2008/09 schauen

Die Finanzkrise 2008/09 mit dem entsprechenden weltweiten Aktien-Crash war ein einschneidendes Ereignis für alle Börsianer und hatte Auswirkungen auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Der Crash vor 10 Jahren war eine Art Trauma, der allen Menschen weltweit im Gedächtnis geblieben ist. Es ist daher menschlich aktuelle Ereignisse mit denen von vor über zehn Jahren zu vergleichen.

Klar, wenn ich mir nur Charts ab den Crash-Tiefs 2008/09 reinziehe und einen simplen Hausfrauen-Aufwärtstrend ziehe, sehen DAX & Co derzeit eher mau aus. Der Trendbruch ist offensichtlich. Aber den DAX gibt es eben nicht erst seit 2008/09, sondern bereits seit 1988. Daher ist immer ratsam sich bei größeren Kurseinbrüchen immer anzusehen, wo der DAX im großen Bild steht.

Commerzbank: Es gibt Hoffnung für 2019!

Und im großen Bild gibt es derzeit keinen Grund den Teufel an die Wand zu malen. Sowohl der ganz große Trend seit dem Jahr 2003 also auch der Trend seit 2009 ist intakt. Der DAX könnte im Prinzip sogar noch auf ca. 9.000 fallen, ohne dass sich daran etwas ändern würde.

2. Auf die 20%-Regel pochen

Niemand weiß vermutlich eigentlich genau, wer diese “Regel” definiert oder erfunden hat, aber man hört oder liest sie in diesen Tagen und Wochen immer wieder: Wenn eine Aktie oder ein Index um mehr als 20 % gefallen ist, liegt ein Bärenmarkt vor. Punkt. Wie unsinnig diese Herangehensweise bzw. Aussage ist, zeigt folgender Chart, in dem alle großen Abwärtsbewegung ab dem Jahre 2000 gekennzeichnet sind. Was fällt auf?

Bayer: Der Startschuss ist gefallen!

Apple: Minus 40 %! Ein Schnäppchen oder wird die Aktie weiter fallen?

Zum einen werden die Ausschläge nach unten immer kürzer und prozentual weniger. Zum anderen hätte es speziell ab dem Jahr 2009 nach den Einbrüchen 2011 um gut 35 % und um fast 30 % 2015/16 die jeweiligen neuen Hochs ca. 7.500 und folgende und ca. 12.500 und folgende gar nicht geben dürfen. Weil, es liegt/lag ja ein Bärenmarkt vor! Dämmert es?

3. Sich vom Crash-Gelaber à la 2008, 1987, 1928 und 1873 einlullen lassen

Kaum fallen die Aktienmärkte mal mehr als 20 % und kaum läuft es saisonal mal nicht so rund wie gewohnt (Stichwort: ausbleibende Jahresendrally 2018), werden viele Marktteilnehmer und Beobachter extrem nervös. Sofort werden reflexartig (charttechnische) Vergleiche zu 2008, 1987, 1923 und 1873 (Gründerkrach) herangezogen, um zu belegen, dass jetzt der ganz große Crash kommen wird, der alles in den Schatten stellen wird.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Bei einer mehrjährigen Aufwärtsbewegung hat man es schlichtweg “verlernt” mit fallenden Kursen umzugehen. Letztendlich gibt es an der Börse nur die zwei Extreme: Hausse/Boom und Baisse/Crash. Dazwischen gibt es kaum etwas.

Fazit: Die Erwartungen an 2018 waren groß. Rückblickend sicher zu groß. Entsprechend sind die Erwartungen an 2019 eher dünn bzw. sogar düster. DER SPIEGEL hat es am 27. Dezember mit dem Artikel “Börsenausblick 2019 – Crash in Sicht” (an diesem Tag hat der DAX übrigens sein Jahrestief 2018 ausgebildet) offiziell gemacht: 2019 wird er kommen, der Crash.

Im Sinne einer antizyklischen Haltung ist es also ratsam jetzt bei DAX & Co. und auch bei geprügelten Einzelwerten genauer hinzusehen. 2019 könnte doch deutlich besser werden, als man derzeit vermuten könnte. Die Aufwärtsbewegung seit Ende Dezember könnten vor diesem Hintergrund bereits der Auftakt für ein überraschend gutes Börsenjahr 2019 gewesen sein.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier derzeit nicht investiert. Die bereitgestellten Informationen spiegeln lediglich die persönliche Meinung des Autors wider, stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zu Wertpapiergeschäften dar und können eine individuelle anleger- und anlagengerechte Beratung nicht ersetzen.

Viele Grüße,

Ihr Robert Schröder

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